Macht Schluss mit der Massentierhaltung: 68% für schärferes EU-Recht!

Bei der aktuellen und repräsentativen Bertelsmann-Studie „Europa hat die Wahl“, sticht Österreich besonders hervor: 68% der Befragten wünschen sich demnach Verschärfungen der EU-Auflagen bei Massentierhaltung. Damit ist Österreich absoluter Spitzenreiter. Unter den 24.000 Befragten aus zwölf Mitgliedsstaaten, davon rund 2.000 aus Österreich, spricht sich eine deutliche Mehrheit für die Verschärfungen aus.

„Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Zeugnis dafür, dass die Bevölkerung grausame Massentierhaltung satt hat. Ob wegen des Tierleids oder der Umwelt- und Klimaschäden, immer mehr Menschen hinterfragen die Entstehung ihrer Lebensmittel und verlangen nach Änderungen im Umgang mit landwirtschaftlich genutzten Tieren. Das Tierschutzvolksbegehren kommt zur richtigen Zeit“ so Initiator Sebastian Bohrn Mena.

Am 7. Mai wird mit dem Sammeln der Unterstützungserklärungen begonnen, im Fokus stehen Verbesserungen des Tierwohls, die Stärkung der heimischen Landwirtschaft und die Förderung der Transparenz. Durch Lebensmittel-Kennzeichnungspflicht, Umschichtung von Fördermittel und die Bindung der öffentlichen Beschaffung sollen heimische Bauern im Konkurrenzkampf mit Billig-Importen aus Massentierhaltung unterstützt werden.

Neue Diskussionsreihe „Tierwohl & EU?“ startet

Laut den Studienautoren gehört das Thema Massentierhaltung zu den drei wichtigsten Themen des Europawahlkampfs. Passend dazu startet das Tierschutzvolksbegehren eine eigene Diskussionsreihe in den Bundesländern. Dabei werden die Parteien mit den Auswirkungen der europäischen Landwirtschaftspolitik auf die Situation in Österreich konfrontiert und nach ihren Positionen und Plänen für die nächste Legislaturperiode befragt.

„Wir wollen die Politik mit den Anliegen und Fragen der Bevölkerung konfrontieren. Viele Menschen machen ihre Wahlentscheidung vom Umgang der Parteien mit dem Tierwohl, der heimischen Landwirtschaft sowie dem Umwelt- und Klimaschutz abhängig. Als überparteiliche Initiative sehen wir es als unseren Auftrag hier entsprechend zu informieren und freuen uns auf rege Beteiligung“ so Bohrn Mena.

Am 3. Mai startet die Reihe im Saal der Salzburger Nachrichten, Abschluss ist am 22. Mai im Hotel Bristol in Wien. Alle Infos zur Diskussionsreihe finden sich unter www.tsvb.at/europa. Anbei findet sich eine Grafik zu den zitierten Studienergebnisse und die Ankündigung der neuen Diskussionsreihe. Die Studie findet sich hier.