Wie wir Tierqual-Importe stoppen können

Ein zentraler Baustein des überparteilichen Tierschutzvolksbegehrens ist die Transparenz bei Lebensmitteln. Damit soll erreicht werden, dass mehr heimische, tier- und klimafreundlich produzierte Nahrungsmittel konsumiert werden. Das ist nicht nur gut für die Tiere, denn die österreichischen Standards zählen in vielen Bereichen schon jetzt zu den höchsten der Welt. Sondern auch für die heimische Landwirtschaft, die unter den Billig-Importen leidet. Nicht zuletzt aber auch für die Steuerzahler, da die Wertschöpfung in der Region bleibt. Und auch für die Gastronomie ist es eine echte Chance.

Bislang erfährt man in der Außer-Haus-Verpflegung, wo über 70 Prozent aller tierischen Lebensmittel konsumiert werden, recht wenig über Herkunft & Tierwohl. Daher kommt das Schnitzel vom Kalb zumeist aus Holland, das vom Schwein aus Deutschland, das von der Pute aus Polen. Der gesellschaftliche Paradigmenwechsel hin zu mehr Bewusstheit bei der Ernährung, wird aber auch hier nicht Halt machen. Neben der Umstellung der öffentlichen Beschaffung für den Bereich der Großküchen, wird daher eine möglichst frühzeitige Ausrichtung der Gastronomiebetriebe von entscheidender Bedeutung sein, möchte man die eigene betriebliche Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren.

Das Tierschutzvolksbegehren fordert eine verpflichtende und kontrollierte Kennzeichnung von Lebensmitteln nach Herkunft & Tierwohl in Gastronomie und öffentlichen Küchen. Auf einen Blick soll künftig für KonsumentInnen ersichtlich sein, woher die Lebensmittel stammen und wie sie erzeugt wurden. Das Volksbegehren schlägt bewusst kein konkretes Modell der Kennzeichnung vor, weil es dem parlamentarischen Prozess, dem Dialog der ExpertInnen und der Aushandlung der Interessenvertretungen nicht vorgreifen möchte. Es wird aber auf ein bestehendes und funktionierendes Modell verwiesen.

In der Schweiz gibt es die Deklarationspflicht bei Lebensmitteln seit 1995. Sie gilt auch für offen in Verkehr gebrachte Lebensmittel, also jene in Restaurants und Kantinen. Bei Fleisch & Fisch ist die Herkunft anzugeben, bei tierischen Erzeugnissen generell muss vermerkt werden, wenn sie unter Bedingungen produziert wurden, die nicht den heimischen Standards entsprechen. Darunter fallen etwa Eier aus Käfighaltung, die bei uns verboten ist oder gentechnisch veränderte Produkte. Ein Wirte-Sterben aus der Schweiz ist nicht überliefert – im Gegenteil, es hilft nur jenen besonders, die auf Qualität setzen.

Gerade für eine Tourismus-Nation wie Österreich, die vom hervorragenden Image lebt, ist es von entscheidender Bedeutung, sich im verstärkenden und zunehmend auch öffentlich geführten Diskurs über die Herkunft und Entstehungsgeschichte der Lebensmittel offensiv positiv zu positionieren. Die Deklarationspflicht wird kommen, wie auch das Rauchverbot gekommen ist. Je früher man sich an die veränderten Transparenz-Bedürfnisse der KonsumentInnen anpasst und das Ganze vielmehr als betriebliche Chance sieht, umso weniger Probleme bei der Umstellung werden auftreten.

Das Tierschutzvolksbegehren fördert übrigens Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe, die schon jetzt auf Transparenz bei der Herkunft der Lebensmittel achten und sich der Forderung anschließen, mit erhöhter Präsenz auf seinen Kanälen. Damit sollen jene, die in Vorleistung treten, auch entsprechend unterstützt werden. Bei Interesse kann man sich gerne jederzeit an verein@tierschutzvolksbegehren.at wenden. Hier gibts mehr Infos zu unserer Kampagne “Wissen, was wir essen” zur Einführung einer verpflichtenden Lebensmittel-Kennzeichnung,


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