Tiere als Ware: 5.867 Rinder ertrunken, keine Konsequenzen

Es ist erst wenige Wochen her, da sind fast 6.000 Rinder an Bord eines gigantischen Transportschiffes von Neuseeland am Weg nach China ertrunken. Das Schiff war untergegangen, das zuständige Ministerium stoppte daraufhin die Lebend-Exporte. Nach kurzer Zeit wurden diese nun wieder genehmigt, immerhin würden über 24.000 Kühe auf den Export nach China warten. Wie so oft: Der Druck steigt, die Politik knickt ein.

Auch in Europa stehen Lebend-Tiertransporte auf der Tagesordnung. Alleine auf Österreichs Straßen sollen Schätzungen zufolge bis zu 100 Millionen Tiere jedes Jahr lebendig transportiert werden – die Hälfte davon als reine Transitfahrten. Aber auch zigtausende heimische Kälber werden jährlich von Österreich aus ins Ausland verkauft und landen am Ende viel zu oft etwa im Libanon, wo sie betäubungslos geschächtet werden.

Langstrecken-Tiertransporte sind aus unserer Sicht per se abzulehnen. Die Versorgung von Tieren kann über lange Strecken nicht sichergestellt werden. Umso mehr, als dass niemand die Einhaltung der österreichischen bzw. europäischen Standards entlang der Exportrouten und am Zielort kontrolliert. Was aber bringen Gesetze, wenn sie nicht durchgesetzt werden? Und wie lange wollen wir noch zuschauen, wie Tiere derart misshandelt werden?

Als Tierschutzvolksbegehren fordern wir ein Exportverbot für Kälber und deutliche Einschränkungen bei Lebend-Tiertransporten in Drittstaaten. Außerdem sind wir der Meinung, dass Lebend-Importe nach Möglichkeit zurückgedrängt werden müssen, immerhin verfügen wir in wesentlichen Teilen über hinreichende Kapazitäten im Inland. Diese tierquälerischen Tiertransporte sind daher unnötig und gehören gestoppt.

Damit eines Tages Tiere nicht mehr als Ware betrachtet werden, sondern als die fühlenden Wesen, die sie sind. Es ist eine Schande für uns alle, wenn wir weiterhin zulassen, dass unsere Mitgeschöpfe derart brutal misshandelt werden. Das ist keine Frage der persönlichen Ernährung, das ist eine Frage der Menschlichkeit. Niemand hat das Recht diese Lebewesen so zu behandeln. Und wir alle haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass es aufhört.


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