Woher stammt die Gans?

Aktionstage zu Martini: Boykottiert Gänse aus Stopfmast und Lebendrupf!

Das Tierschutzvolksbegehren startet von 8.-12. November ihre Aktionstage „Woher stammt die Gans?“ und lädt die Bevölkerung zum Mitmachen ein. Alleine rund um Martini am 11. November werden in Österreich über 250.000 Gänse gegessen. Über 75 Prozent davon sind importiert, vorwiegend aus Ungarn, Polen und Bulgarien. In diesen Ländern werden grausame Stopfmast und Lebendrupf noch praktiziert, bei uns sind diese Misshandlungen bereits gesetzlich verboten. Da die Lebensmittel-Kennzeichnung fehlt, werden die Qualprodukte aber oftmals ungewollt konsumiert.

Stopfmast und Lebendrupf sind pure Barbarei. Bei uns ist diese Misshandlung verboten, die Qualprodukte aus dem Ausland landen aber nach wie vor massenhaft auf den heimischen Tellern – unerkannt, da Transparenz bei Lebensmitteln immer noch blockiert wird. Wir rufen daher Handel, Gastronomie, öffentliche Küchen und Konsumenten zu Martini zum Boykott der ausländischen Qual-Gans-Produkte auf“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Bei der Stopfmast wird in Käfige gesperrten Gänsen dreimal pro Tag ein Metallrohr in die Speiseröhre gerammt und ein Gemisch aus Mais und purem Fett verabreicht. Ihre Leber kann das nicht verarbeiten und wächst auf die zehnfache Größe an. Sie können sich am Ende der Prozedur nicht mehr bewegen, ihre Beine brechen aufgrund des Übergewichts. Die Mastgänse werden aber auch für die Daunenproduktion missbraucht – ihnen werden bis zu vier Mal bei lebendigem Leib die Federn maschinell oder händisch ausgerissen. Die entstandenen schmerzhaften Wunden werden in der Regel nicht medizinisch versorgt.

Wir können nicht länger wegsehen, wenn Tiere bestialisch misshandelt werden. Kein Supermarkt, kein Restaurant und keine Kantine kann sich hier aus der Verantwortung stehlen und sollte gezielt nur die österreichische Gans anbieten. Das würde auch die heimische Produktion steigern und unseren Landwirten helfen. Wir fragen daher diesmal genau nach, woher die angebotenen Gänse stammen. Und veröffentlichen auf Wunsch auch gerne jene Betriebe, die bewusst auf heimische Gänse setzen“ so Bohrn Mena.

Das Tierschutzvolksbegehren startet zur Bewusstseinsbildung von 8. bis 12. November die Aktionstage „Woher stammt die Gans?“ und wird bei lokalen Gastronomiebetrieben die Herkunft der Gans hinterfragen. Die Bevölkerung ist eingeladen mitzumachen, eine entsprechende Mailvorlage findet sich unterhalb.

Woher stammt die Gans?

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sie bieten in Ihrem Lokal rund um Martini auch Gänse an. Woher stammen diese? Handelt es sich dabei um österreichische Lebensmittel? Wurden sie konventionell erzeugt oder in Bio-Haltung? Kennen Sie Ihre Zulieferer persönlich? Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten.

Liebe Grüße,

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